Widerspruch

Arthur Schopenhauer caricatured by Wilhelm Busch

Image via Wikipedia

„Da das Falsche und Absurde sich am Ende meistens dadurch entschleiert, daß es auf seinem Gipfel den Widerspruch als eine Blüte hervortreibt; so tritt dieser zuletzt auch hier in Form der schreiendsten Antinomie hervor: nämlich dem Offizier ist das Duell verboten: aber er wird durch Absetzung gestraft, wenn er es, vorkommenden Falls, unterläßt.“
Arthur Schopenhauer 

Ich muss die Dinge tun, obwohl ich weiss, dass sie falsch sind. Tue ich sie nicht, ist es noch falscher.

Indem ich sie gelebt habe, werden sie realer und werden ein glänzender Teil von mir.

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6 Antworten zu “Widerspruch

  1. „Ich muss die Dinge tun, obwohl ich weiss, dass sie falsch sind. Tue ich sie nicht, ist es noch falscher.“

    Wenn du etwas Falsches unterlässt, ist es doch nicht noch falscher und wenn du weißt, dass etwas falsch ist und du es trotzdem tust, dann ist das ja schlimm oder was meinst damit?

    • Falsch mutet es an, bevor ich es getan habe. Hinterher habe ich die Gewissheit, es war richtig. Als falsch bewerte ich es vielleicht vorher, weil ich einen Grund benötige, es nicht in Angriff zu nehmen.

  2. Vielleicht weiss ich, was Du meinst. Ich musste kürzlich eine Entscheidung treffen, die ich nie hatte treffen wollen weil es so nicht vorgesehen oder geplant ist und auch nie war. Es fühlte sich falsch an, vom Prinzip her betrachtet, aber ich wusste, in meinem Fall ist es richtig.
    Das Durchleben dieser Entscheidung und ihrer Konsequenzen ist von ähnlich widersprüchlichen Gefühlen begleitet. Es ist gut. Aber es schmerzt. Es klingt falsch, wenn ich jemandem meine Entscheidung erkläre, aber ich weiss, sie ist richtig.

  3. Ja, vermutlich. Geht es dir besser danach?

    • Von Tag zu Tag. Es ist ein Prozess, wie alles bei mir.

      Zu der Entscheidung fand ich auch prozesshaft. Ernsthaft darüber nachgedacht habe ich fast drei Jahre lang. Irgendwann wurde mir bewusst, dass es nicht ein „richtig“ oder „falsch“ gibt, aber dass ich einen von beiden Wegen wählen muss, um weiterzukommen. Man kann nicht sein Leben an einer Kreuzung verbringen.
      Allein, dass eine Entscheidung gefällt wurde, ist eine Erleichterung für alle Betroffenen.
      Wenn ich auch während dem „Durchziehen“ mich immer wieder, an der Oberfläche, frage, ob es richtig ist so, weiss ich doch im Tiefsten: JA!

      Lass Dir so lange Zeit, bis Du in einer innerlich stillen Minute tief weisst, dass es das Richtige ist. Dann kann Dich dieser innere Entscheid tragen, wenn Zweifel oder äussere Angriffe kommen.

      Ich wünsche Dir alles, alles Gute und den Mut, die Entscheidung so nah an Dich ran zu lassen, dass Du einen von beiden Möglichkeiten wählen kannst oder eine dritte findest.
      Maria

  4. PS. Es ist, im Nachhinein betrachtet, auch richtig gewesen, so lange zu warten, so viele Chancen nicht ungenutzt vorbeiziehen zu lassen. Ich kann sagen, ich hab wirklich alles versucht, aber es hat am Ende doch nicht geklappt.
    Die Lösung ist deshalb stimmig für alle. Wir haben uns alle damit auseinandergesetzt und können nun weitergehen.

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