Ruhe

Alle sind in ihren Zimmern, das Haus ist endlich ruhig. Das Haus geht zur Ruhe. Ich sitze am PC, lese Blogs und höre im Hintergrund die Champions League. Auch in mir macht sich eine tiefe Ruhe breit, die ich tagsüber so nicht empfinde. Ich fühle mich matt, dumpf und nicht leistungsfähig, ausgelaugt und leer, gut, dass ich diese Woche nicht im Büro bin, ich könnte es nicht ertragen.

Die Familie ist mein Leben, die äußere Realität, daneben gibt es eine innere Realität, diese beiden Welten waren scheinbar identisch, entwickelten sich auseinander, fanden kein Ventil, auch wenn manchmal der Druck Ventile platzen ließ, der Sehnsucht den Weg bahnend.

Die Champions League im Hintergrund vermittelt den Eindruck von Normalität und Realität.

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2 Antworten zu “Ruhe

  1. Vieles kommt mir bekannt vor. Auch bei mir lief im Hintergrund die Champions League, während ich am Blogs durchstöbern war.
    Tagsüber im Büro könnte ich zur Furie werden, alles ist pausenlos laut und hektisch – und selbst wenn man dort den ganzen Tag nix tun würde, einfach nur das Treiben auf einen wirken lassen würde, wäre man am Ende des Tages platt.
    Wenn ich dann irgendwann mal nach Hause komme, mag ich es auch gern, totale Ruhe zu haben, nix an, weder Radio noch TV, einfach nur Ruhe. Erst dann fährt auch mein Innenleben wieder etwas runter.

    • Genau. Ich geniesse diese Zeit mir mir gern und sehr lang. Oben schläft jeder, hier unten genieße ich mein Reich. Auch oft sehr lang und zu lang, ich mag nicht zu Bett gehen. Unvernünftigerweise, am nächsten Tag klingelt der Wecker.

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