Zwischenstand

Erst einmal herzlichen Dank für eure Anteilnahme.

Die Motivation, all dies aufzuschreiben, ist mir selbst ein wenig suspekt, wahrscheinlich dient sie der besseren Verarbeitung. Alle, die meinen alten Blog kennen, wissen, dass ich da gern zur Selbstentblößung neige.

Klar, jeder erhält vom Arzt gelegentlich mal nicht so tolle Nachrichten, der hat dies, der andere das, allzu normal. Unnormal vielleicht, darüber so zu schreiben. Meine Diagnose ist ein Zufallsbefund. Mein Arzt fand „da“ was und schickte mich zum Nuklearmediziner, der guckte, ob er ausschließen kann, was keiner gern hört. Dabei ging er anders vor, als mein Arzt es getan hätte, er punktierte nicht, sondern verließ sich auf seine Geräte und die Blutuntersuchung. Mein Arzt hätte da reingestochen und gewusst, was los ist, sagt er.

Deswegen zauderte er und fand die Untersuchungsmethode wohl irgendwie doof. Nach ja, ich muss mich gedulden. Bis dahin gehe vom Besten aus.

Trübsinnig lässt mich all das werden, wenn ich daran denke, wie viel Mühe und Schmerz ich auf meinem Weg der Selbstfindung ertrug, um nun an dieser Stelle so einen dicken Merkposten mit auf den Weg bekomme. Soll ich ihn als Warnhinweisung interpretieren, nicht alles so schwer zu nehmen, sondern die Freuden des Lebens vorbehaltloser zu genießen? Nicht für alles immer einen Persilschein zu benötigen, sondern mir selber die Erlaubnis erteilen? Ja, so wird es wohl sein.

Ich möchte aber nicht das Ende es Weges sehen, sondern erhoffe mir nun lieber mehrere Gabelungen, die sich auftun und die will auch ausprobieren können.

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