Gottesstrafe oder Schicksal

Der Dezember setzte einen Schlusspunkt unter eine Entwicklung, deren Ende letzten Endes nicht absehbar war und vielleicht sogar immer noch nicht absehbar ist.

Die emotionale Beansprachung mündete in gnadenlosen Stress, der nicht mehr einfach wegzudenken war. Konzentrationsprobleme und andere Beeinträchtigungen des täglichen Lebens gingen einher mit einer totalen Zerrissenheit und Orientierungslosigkeit.

Schon im Oktober kam der Verlust des iPhones und im November mit dem Steuerbescheid so eine Art „Gottesstrafe“ einher, eine lang erwartete Entscheidung stand an. Wieder war es der Zufall, der den Handlungsdruck brachte. Recht überraschend ergab sich eine Lösung, die endlich wieder Luft zum Atmen brachte.

Warum nur lassen mich gewisse Situationen von mir selbst entfernen? Ich weiss doch, was mir guttut. Warum nur bin ich so schnell zu Kompromissen bereit? Deutliche Klarheit wäre angezeigt, aber ich dachte, ich könne beides haben. Eine Entscheidung hätte mich nicht weitergebracht. Besitzanspruchdenken sind kein guter Ratgeber, von daher hätte ich es nie wieder so gewollt, wie vorher.

Das Jahr war interessant, lebendig, bereichernd, aber sehr, sehr anstrengend. Die Erfahrungen möchte ich nicht missen. Letztendlich nehme ich mit, es war keine Gottesstrafe, was zwischendrin war, sondern passierte aufgrund der Beanspruchung. Okay, kann passieren. Schicksal nenne ich die Fügung, mich darauf verlassen zu können, was ganz tief in mir drinnen schlummert und mir den weg zeigt.

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3 Antworten zu “Gottesstrafe oder Schicksal

  1. Lieber Notos,
    ich glaube nicht an Zufälle, alles fügt sich, manchmal erkennen wir das nur nicht sofort.
    Meine Omma sagte immer:
    Wenn irgendwo eine Tür zugeht,
    dann geht woanders ein Fenster auf!

    Ich finde, Omma hat Recht.
    Also auf zu neuen Ufern und neuen Herausforderungen.
    Liebe Grüße und schönes Wochenende
    SK

  2. Lieber Notos, sehe es ganz ähnlich wie Sweetkoffie. Manchmal erkennen wir Chancen oder Risiken nicht richtig oder deuten sie falsch. Dann kommen sie so, ähnlich oder anders irgendwann wieder und geben uns erneut die Möglichkeit zu lernen und das beste daraus zu machen. LG

  3. Stimmt, ihr beiden. Die Schleife läuft solange, bis das Murmeltier erlöst ist.
    Liebe Grüße

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