Selbst gerettet

Keine Chance, mich auszutricksen.

Wirklich eine offene Beziehung zu leben, geht so nicht, kann ich nicht, zumindest nicht in den derzeitigen Rahmenbedingungen. In dem Moment der Offenbarung war es im Prinzip gelaufen. Okay, vorher war es keine offene Beziehung, sondern etwas anderes, nur nicht offenen.

Offen damit umzugehen kann ich nicht. Was soll ich sagen? „Ich fahre dann mal eben. Bis morgen Früh dann.“ Keine Chance, ich schaffe das nicht. Vielleicht bin ich zu feige, habe es schlicht nicht ausprobiert, um meine inneren Grenzen auszuweiten und meinen Erfahrungshorizont zu vergrößern. Mag sein, nun gilt es, diese Grenzen anzuerkennen. Ich habe neuerdings viele Erfahrungen gemacht, die gilt es, sacken zu lassen.

Mein Herz fühlt sich leichter, ich kann mal wieder tief durchatmen. Endlich, diese Erkentnis aus mir heraus und die notwendigen Schlüsse tun gut. Ich habe mich gerettet. Die Belastungen wurden einfach zu groß, der Druck, es allen recht zu machen.

Daran schließen sich nun viele neue Fragen an. Sicherlich. Nun stehe ich erstmal hier und fühle nur Erleichterung. Was sagte @mayarosa, es gilt, die innere Mitte zu finden? Oder so ähnlich.

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7 Antworten zu “Selbst gerettet

  1. Genau so ist es, ohne die Innere Mitte gefunden zu haben, bist du wie ein Nussschale auf dem Meer, die von Wind und Wellen hin und her geschleudert wird.
    Stimme Mayarosa zu und wünsche dir alles Gute und viel Erfolg beim finden Deiner Mitte.
    SK

  2. Lieber Notos

    Schön, dass Du Dich gerettet fühlst. Weisst Du, was mich an der ganzen Sache etwas stört? Deine Freundin scheint kein Thema mehr zu sein… War sie nur Mittel zum Zweck? Eine Schulter zum Ausweinen? Die Frau, mit der Du deine unerfüllte Sehnsucht ausleben konntest? Und jetzt? Keine Gefühle mehr für sie? Oder ging es nur um Sex?

    Das hat mich schon an Deinem früheren Blog irritiert. Ich habe mir immer vorgestellt, wie sich die Geliebte wohl gefühlt hat oder wie sich Deine Freundin jetzt fühlt. Bestimmt leidet sie sehr. Wir Frauen neigen ja leider dazu, uns in unsere Affären zu verlieben. Muss hart sein, einfach so „abgelegt“ zu werden.

    Sorry, aber das musste ich jetzt einfach mal loswerden!

    Liebe Grüsse,
    Rosalie

    • Mir fehlt schon wieder der *LIKE*-Button für den Kommentar von Rosalie 😉

      … ich weiß nicht ob „wir Männer“ auch dazu neigen uns in unsere Affären zu verlieben … ich tue es und es ist hart, wenn es dann zu einer Trennung kommt … auch wenn es abzusehen war …

    • Liebe Rosalie,
      darauf einzugehen, fällt mir nicht ganz leicht. Ich möchte nicht ganz gläsern sein. Die Gefühle und Empfindungen für sie sind schon sehr präsent, und nein, es ging nicht nur um das Eine. Durchaus nicht. Mir war sehr wichtig, viel zu reden, zu streiten und mich nicht preiszugeben, das war richtig Arbeit, die aber ordentlich Spaß gemacht hat.
      Auch stimmt es nicht, sie sei abgelegt worden. Ich will mich hier nicht rechtfertigen, aber das ist sie gewiss nicht. Sie möchte ein Leben führen, ohne Versteckspiel. Mit mir ging das halt nicht, vielleicht haben wir uns beide abgelegt. Und denk bitte nicht, mir wäre das leicht gefallen. Nein, bestimmt nicht. aber ich kann hier nicht alle Facetten aufschreiben, zumindest nicht jetzt.
      Leider ist der Blog nicht ganz so anonym, wie er dafür sein sollte. Das ist echt schade.
      Liebe Grüße

      • Lieber Notos

        Danke, dass Du mir die indiskrete Frage nicht übel genommen hast! Ich wollte Dich und Deine Frau nicht kompromittieren. Ich wünsche Euch, dass Ihr einen gemeinsamen Weg findet, der für beide stimmt, und dass Du in dieser Beziehung authentisch sein kannst und Dich nicht als schwächer, bedürftiger oder gar unterlegen empfindest.

        Herzliche Grüsse,
        Rosalie

  3. Weiss nicht jeder, der sich auf eine Affäre einlässt, dass er in der Regel nie die Nr. 1 sein wird? Ich denke, als Geliebte/Affäre darf man zu Recht verletzt und enttäuscht sein, wenn man nicht wusste, dass man diese Rolle inne hatte. Wenn einem eine Exklusivität vorgelogen wurde, die es in Wirklichkeit nicht gab. Aber wenn mit offenen Karten gespielt wurde, weiß man doch, woran man ist.

    Genau das ist der Grund, warum für mich so etwas niemals in Frage käme. Ich will keine Nr. 2 sein. Denn wenn ich überhaupt eine Affäre einginge, dann wäre mir schon Liebe in Spiel. Ohne das ginge bei mir gar nichts. Und dann ist das Leiden eben schon vorprogrammiert. Ich kann nicht teilen.

  4. Ich kenne es von der anderen Seite: 1 Frau, 2 Männer. Der Affären-Mann war sicher, ich würde von dem Aussprache-Trennungs-Abend beim Beziehungs-Mann nicht zurückkommen, sondern statt dessen die Beziehung kitten und der Affairen-Mann müsste sich schleichen.

    Die Überraschungs stand dem Affairen-Mann ins Gesicht geschrieben, als ich ein paar Stunden später vor der Tür stand, mit zwei Schlüsseln weniger am Schlüsselbund.
    Die Affaire war damit tatsächlich beendet, denn sie wurde als Beziehung fortgeführt.

    Letztich war der Affairen-Mann ein wunderbares Exit aus einer kranken Beziehung.

    Was ich sagen möchte: Affairen-Partner können die Nr.1 werden. Und gar nicht so selten. Wenn man sich nur den richtigen dafür aussucht. Es gibt sie, die kranken Beziehungen, wo einer der beiden nur auf Erlösung wartet. In einer offenen Beziehung spielt’s diese Erlösung natürlich nicht so leicht.

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