Entscheidung

Eigentlich schon in der letzten Woche entschloss ich mich, zu gehen. Die Affäre zu beenden, die so schön, aber auch so anstrengend, zerreissend war. Affäre ist das total falsche Wort, nein, ich sage, die Beziehung zu B. Ich kann ihr keine Versprechungen machen, mir tut es nicht gut, die gegenseitigen Verletzungen nahmen zu.

P-51 Mustang in flight during an air show at L...

Image via Wikipedia

„Es“ gelegentlich zu leben, funktioniert nicht. Doch, es hätte funktioniert, hätte ich mir das Recht dafür zugestanden. Ich allein war der, der es nicht erlaubte. Ich verlor den Boden unter den Füßen, oder besser, ich hatte Angst davor, ihn zu verlieren.

Angst vor der eigenen Courage, Angst vor der Freiheit, Angst, mir die Freiheit zu nehmen, dabei die eigenen Begrenzungen nicht akzeptieren wollen. Dabei passt diese Beschreibung nicht. Ich will in kein Flugzeug steigen, das mich in bodenlose Höhen hebt. Es ging schlicht und einfach darum, mit B. eine gute Zeit zu haben.

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7 Antworten zu “Entscheidung

  1. Du hast dir dafür das Recht zugestanden, eine Entscheidung zu treffen, von der du glaubst, dass sie gut für dich ist.

    Und nein, es hätte nicht funktioniert, auch wenn du dir das Recht auf eine Affaire zugestanden hättest. Du kannst deine Gefühle nicht einfach so manipulieren, niemand kann das. Aber Entscheidungen kannst du in die eigene Hand nehmen. Das hast du getan.

  2. Ich sehe nicht, inwiefern ich das tun sollte. Was ich nicht verstehe, ist, wie du einen Verzicht – auch einen schmerzlichen und Schmerz verursachenden Verzicht – als Mutlosigkeit empfinden kannst.

    Eine offene Beziehung ist nicht einfach ein Flugzeug mit einer kompetenten Pilotin oder Piloten am Steuer. Eine offene Beziehung ist ein Blindflug. Manche würden sagen: Ein Kamikaze-Einsatz.

    • Kamukaze trifft es meiner meinung nach genau.
      Du fliegst unglaublich hoch, hast aber keinen Schimmer, wohin und wo und wie du wieder landen wirst.

      Manchmal muß man einfach Entscheidungen treffen, damit man irgendwie seine innere Ruhe wiederfindet.
      Ob diese Entscheidung richtig ist, das kann man vorher nicht wissen.
      Die Zeit wird es zeigen.

    • Hallo Castorp,
      eigentlich will ich zu dem was Du hier schreibst gar nichts sagen, nur milde den Kopf schütteln, aber das sieht ja dann niemand …
      Gruß Nouniouce

  3. Hallo nouniouce
    Dieses Kopfgeschüttele erinnert mich stark an die Mormonen, die Pfingstgemeindler und die Zeugen Jehovahs, die mich früher mal bekehren wollten.
    Ha! Den einen Mormonen hätte ich zum Atheisten gemacht, wenn die beiden noch länger geblieben wären.

    • Du bist Atheist? Das macht Dich noch sympatischer 😉
      Ich möchte Dich ganz sicher nicht missionieren. Du darfst von mir aus ganz so leben, wie Du magst. Wir „Progressiven“ haben gar nichts gegen Beziehungen, in denen „nur“ zwei Menschen zusammen sind …

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