Die Dinge ändern sich

Die Offenbarung, die Offenheit, all das bringt Neues. Und Ängste. Ich rede mit Frau Notos. Die Offenheit bringt nicht immer Leichtigkeit mit sich. Ich hoffe aber, am Ende Heilung, in welcher Form auch immer.

Im gleichen Maße, wie wir reden, fällt es mir schwerer, hier zu schreiben. Einerseits liegt es daran, nicht sofort schreiben zu können, weil vieles unverarbeitet herumliegt. Zum anderen liegt es aber auch daran, dass der Blog nicht gänzlich anonym ist. Hier liest jemand mit, den ich persönlich kenne. Das Mitlesen kann ich nicht verhindern, immerhin veröffentliche ich die Texte hier im frei zugänglichen Internet, andererseits stört mich der Gedanke, lässt mich nicht frei schreiben. Mir wäre es am liebsten gewesen, diese mitlesende Person wäre nicht auf diesen Blog aufmerksam geworden.

Nun ist es so. Nur mein Schreiben wird unfreier und gehemmter.

Advertisements

4 Antworten zu “Die Dinge ändern sich

  1. Hallo Notos,
    ich kenne die Situation nur als zu gut. Bei mir las/liest K. mit, Poesie und D. … und andere die mich vielleicht noch kennen lernen.
    Es ist mir am Anfang irre schwer gefallen und ich erwische mich immer wieder dabei, dass ich bei manchen Blog-Einträgen schwer tue … dann lese ich sie und denke … nee, dass habe ich jetzt mehr für XY geschrieben als für mich …
    Es ist doch eine gute Übung, es fällt leichter zu schreiben, nochmal zu lesen, zu reflektieren, was Du eigentlich schreiben wolltest und dann zu ändern, so dass es besser passt …
    Liebe Grüße
    Nouniouce

  2. Lieber Notos

    Auf meinem Blog lesen einige Menschen mit, die ich auch im realen Leben kenne. Meine besten Freundinnen und Freunde und auch einige andere Personen, die mir etwas weniger nahe stehen, denen ich jedoch vertraue. Trotzdem schreibe ich, was ich denke. Weil ich dazu stehe, was ich schreibe. Natürlich nehme ich vielleicht manchmal ein wenig Rücksicht, weil ich gewisse Personen nicht unnötig verletzen will – aber grundsätzlich würde ich das, was ich schreibe auch im persönlichen Gespräch vertreten.

    Was mich allerdings ganz gewaltig am freien Schreiben hindern würde, wäre der Umstand, dass mein Mann mitliest. Dann würde ich den Blog wohl einstellen. Oder wenn ich wüsste, dass eine Person mitliest, von der ich befürchten müsste, dass sie mich outen und den Blog womöglich meinem Mann zeigen würde.

    Ist das bei Dir der Fall? Was stört Dich konkret daran, dass diese Person mitliest? Vertraust Du ihr oder ihm nicht?

    Herzlichst,
    Rosalie

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s