Meine Gruppe

Vor einigen Wochen begann ich, mich einer Gruppe anzuschließen, die eine therapeutische Begleitung hat.

Ich entdecke bei mir Eigenschaften und Eigenarten, die ich zwar kenne, aber nicht so einfach beiseite lassen oder ändern kann. Meine Ängste, die mich oft so sehr behindern, dass ich mich in Dinge verstricke, die mir nicht gut tun. Jedenfalls bin ich jetzt dort.

Gestern war ich dort und sprach erneut über meine Situation. Die anderen reflektierten mir teilweise geschockt, wie unemotional ich über die Dinge berichte, die ich beispielsweise gestern in meinem Beitrag geschrieben habe. Meine Reaktionen erfolgen viel zu selten aus dem Bauch heraus, sondern viel zu oft aus dem Kopf heraus, und das noch viel zu oft hin und herbewogen, bis am Ende die Gefühle fehlen und die Authenzität. Das bin ich dann einfach nicht mehr.

Es gibt viel zu tun. Gut ist, ich fühle mich wohl in der Gruppe. Es sind „normale“ Menschen, ohne wirkliche Krankheiten, die allesamt den Wunsch haben, mit ihren Eigenarten umgehen zu lernen. Jeder erzählt, jeder bekommt ein Feedback und lernt, sich über die Reaktionen der anderen besser kennen.

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8 Antworten zu “Meine Gruppe

  1. „Es sind “normale” Menschen, ohne wirkliche Krankheiten, die allesamt den Wunsch haben, mit ihren Eigenarten umgehen zu lernen. “
    Den Kommetar muss ich leider loswerden!
    Was sind „unnormale“ Menschen mit Krankheiten?
    Ab wann ist normal nicht mehr normal?
    Ab wann ist eine Krankheit „wirklich“? Gibt es denn unwirkliche Krankheiten?

  2. Vielleicht haben sie auch nur (noch) keine Diagnosen….

  3. Es ist sicher hilfreich für dich, wenn du dich nicht von Emotionen leiten lässt, welche die Sicht auf deine Situation verwedeln und unscharf machen. Ich bin sicher, dass die Gruppe dich so besser unterstützen kann, wenn du ruhig und gefasst erzählst.

  4. Oh, Eure Feedbacks sind nicht wertungsfrei?

    • Sehr offensichtlich bin ich einigen Damen ein rotes Tuch oder besser, sie fühlen sich durch mich provoziert. Sie regen sich auf, wenn ich über heikle Themen so emotionslos rede, wie sie mir dort vorhalten.

  5. Dann sag deinen Damen dort einmal, dass man Gefühle nicht verordnen kann. Und schon gar nicht, ob und wie man Gefühle nach aussen trägt. Mit lieben Grüssen von Herrn Castorp. Unbekannterweise.

    • Genau das wird meine Frage sein. Zumal ich nicht keine Gefühle habe, sondern vielleicht zu vorsichtig darüber rede. Leicht fällt es mir nicht unbedingt, von daher ist die Art und Weise nicht ganz unlogisch.

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