Endlich wieder im Einklang

Heute ist der erste Tag seit Langem, an dem ich mich als mit mir im Einklang befindlich beschreibe.

Bis heute Mittag lag mir etwas auf der Seele, was es zu klären galt. Ich suchte das Gespräch und fast zeitlich mit dem Aussprechen verschwand die Beklommenheit und das Unwohlsein, das mit dem auf-der-Seele-lasten in Zusammenhang stand. Offenbar bin ich ein sehr sensibler Mensch, der Harmonie benötigt und sie, wenn es irgend geht, versucht, wieder herzustellen. Neu ist für mich, dabei auch über gewisse Grenzen zu gehen, wenn es zwischendurch ungemütlich werden kann, weil ich anderen damit auf die Füße trete.

Hoffentlich hält der Zustand lange an, ich benötige die Kraft für die Dinge, die noch kommen könnten. Nun ist erstmal Wundenlecken angesagt und Pflege der Seele, die ich mir möglichst selbst geben muss und nicht auf andere warten. Es klappt ja, es geht, ich bin nicht falsch, auch wenn ich mit meinen Dingen oft anecke, sobald ich sie ausspreche. Schauen wir, wie es weitergeht.

Leider sind die Versuche, mit Frau Notos in tiefe Gespräche zu kommen noch nicht von Erfolg gekrönt. Irgendwie entzieht sie sich meinen Wünschen. Ich muss dann aufpassen, um sie nicht zu missionieren und zu drängeln. Sie ist halt sehr anders, als ich. Dies anzuerkennen ist wohl der einzige Weg, um mich nicht aufzureiben und klein zu machen.

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2 Antworten zu “Endlich wieder im Einklang

  1. Ich bin generell der Meinung, dass man immer die Wahrheit sagen sollte, selbst wenn sie unbequem ist.
    Du schreibst, dass deine Frau „sehr anders“ ist, im Vergleich zu dir. Würdest du sagen, dass das schon immer so war? Und dass das den Reiz eurer Beziehung ausgemacht hat? Oder denkst du, dass ihr euch früher ähnlicher wart?

    • Nein, wir waren im Grunde schon immer anders. Alles seine Gründe und seine Berechtigung, alles war gut, nur veränderte ich mich anscheinend bzw. nahm meine Bedürfnisse neu wahr, die nie wirklich weg waren. Nun versuche ich, Frau Notos mitzuziehen. Mitzuziehen bedeutet, zu verändern. Sie will nicht über jeden Gedanken und Zweifel reden, macht es mit sich aus, ist klar und lässt die üblichen Verdrehungen ungern heraus, löst ihre Ambivalenzen anscheinend für sich. Mich macht das kirre. Ich muss nicht nur Schönes wissen, sondern will auch an dem Unbewussten, an den menschlichen Verzweigungen und Verzweiflungen meiner Frau teilnehmen. Mein Eindruck ist, sie lässt es nicht zu.

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