Reif für die Partnerschaft

„Als positive Motivation, eine Partnerschaft einzugehen bezeichne ich die Begründung, die ein reifer Mensch für den Beginn einer Partnerschaft sieht. Der autonome, reife Mensch ist allein lebensfähig, und zwar hat er die erfüllende Lebensqualität für sich bereits gefunden. Er kann bereits, ohne dafür einen Partner zu benötigen, ein Leben führen, das er als zufriedenstellend bezeichnen würde. Mit dem Wissen, im Leben zurecht zu kommen und dem Gefühl, sich und die Welt zu mögen und gerne zu leben, ist er nicht abhängig von der Präsenz eines Partners. Vielmehr sieht er sich selbst als die Ursache für die dynamische Balance seines Lebensgefühls. Würde ein Partner in sein Leben treten, bedeutet diese Veränderung eine Steigerung, eine Verbesserung im positiven Bereich. Er ist weitgehend gefeit vor den Abhängigkeiten, den Zeitzündern jeder Beziehung. Würde der Partner ihn eines Tages verlassen, so sind die existentiellen Grundpfeiler nicht gefährdet. Das schafft Freiwilligkeit.“

„Liebe und Angst“ von Stephan Lermer, gefunden auf http://www.nexusboard.net/sitemap/4802/qualende-verlustangst-t227787/

Solange zusammen und nun das. Ich komme mir vor, wie ein pubertierender Teenager. Frau Notos sitzt es aus, will es mit sich abmachen. Ich will reden, reden, reden. Leider mache ich gerade selber klein, weil ich mir die Fähigkeit abspreche, allein klar zu kommen. Wann habe ich das auch gemusst? Eigenständigkeit stand auf meinem Erziehungsplan nicht oben. Also, was mache ich mich an? Der Haltepunkt meines Lebens schwindet. Was bleibt, wenn alle Haltepunkte reissen?

Ich dachte, ich wäre weiter, bin ich aber nicht. Für mich allein, vielleicht ja, aber nicht mit Frau Notos. Aus Angst, falle ich in Kontrolle und Festklammern. Ein schlimmer Zustand.

An vorderster Stelle steht das Erwachsen werden davon.

 

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2 Antworten zu “Reif für die Partnerschaft

  1. Du bist nicht der Einzige, den diese Erkenntnis erst „spät“ trifft. Ich arbeite zur Zeit auch daran. Kein Mensch kann eine Lücke schließen, die man in sich selbst hat. Menschen können unser Leben nur zusätzlich bereichern, aber wir dürfen uns nicht von ihrer Anwesenheit abhängig machen.
    Man muss sich auch selbst genug sein, das Leben darf nicht untergehen, wenn man verlassen wird oder wenn Gefühle sich ändern.
    Klar, traurig sein darf man, weinen….. aber diese Verzweiiflung und Hilflosigkeit, die sollte nicht sein. Da sollte man den Halt in sich selbst finden, sich selbst der Anker sein….

    Ich habe kürzlich diesen Blog entdeckt und konnte viele nützliches für mich daraus mitnehmen, vielleicht findest Du Dich auch in manchen Themen wieder?

    http://www.marcandangel.com/

  2. Zitat: „Ich dachte, ich wäre weiter, bin ich aber nicht.“
    Notos, da lass mal die „Strecke“ “ Massband“ weg, im Universum gibts kein weit, weiter, am weitesten. Es gibt ein Ganzes, die Kunst liegt in der Betrachtung. Du erzählst hier immer eine Geschichte, eine Sicht, die deines Egos. Jetzt schau doch mal, als Notos auf dein Ego ohne Wertung, weiter und so einen Kram, einfach so, was will dieses Ego?

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