Ego, Glück, Bedürftigkeit, Gegenüber

„Wenn du erkennst, dass der Sinn einer Beziehung in der Ganzheit und der Liebe besteht, die Glück bewirken und zur Auflösung des Egos führen, dann bekommt das Ego ein sehr großes Interesse daran, deine Beziehung zu sabotieren und durch Krieg oder Leblosigkeit in ein Denkmal für sich selbst zu verwandeln. Das Ego will, dass sich alles immer nur um „mich“ dreht, und die Arena der Beziehungen ist in dieser Hinsicht keine Ausnahme. Das Ego will, dass dein Partner deine Trophäe ist, die beweist, dass du etwas ganz Besonders bist, oder dass er einfach da ist, um deine Bedürfnisse zu erfüllen. Damit wird dein Partner zum Nebendarsteller in einem Film, in dem du selbst die Hauptrolle spielst.“

[…]

 „Der vielleicht größte Fehler, den man in einer Beziehung machen kann, hat damit zu tun, was man glaubt von seinem Partner bekommen zu können. Auch wenn wir alle versucht sind, diesen Verdacht schnell von uns zu weisen, ist das Wesen der Anziehung genau darauf begründet.“

aus: Chuck Spezzano; Wie Sie herausfinden, wann Ihre Beziehung wirklich zu Ende ist und was Sie tun können, um sie zu retten.

Ohne viele Worte. Ich bin noch nicht am Kern, noch nicht an der Lösung, aber auf dem Weg, weil ich die Worte fühlen kann. Aber ich stelle fest, je mehr mich bei mir bleibe, desto besser geht es mir, je weniger ich erwarte, desto leichter fühle ich mich. Allerdings bleibt festzuhalten, ich brauche einen Menschen als Gegenüber, der auch bei mir sein kann, bei dem ich sein kann. Eine lebbare Beziehung. Wo ist die Abgrenzung zur Bedürftigkeit? Der Grat ist schmal.

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10 Antworten zu “Ego, Glück, Bedürftigkeit, Gegenüber

  1. „Allerdings bleibt festzuhalten, ich brauche einen Menschen als Gegenüber. Wo ist die Abgrenzung zur Bedürftigkeit? Der Grat ist schmal.“
    Der Kern ist schon in dir, war er schon immer, wird er immer bleiben:-)
    Dein Ego zaubert einen schmalen Grad und benötigt ein Gegeüber. Ego ist gelebte Dualität, wie soll es das aufgeben können. Die Kunst besteht darin dem Ego klarzumachen das du ja immer bei ihm bleibst und es niemals allein lässt und ihm nichts Schlimmes passiert, auch wenn du die Ganzheit erkennst und lebst.

    • Mein du nicht eher das innere Kind, das es zu schützen gilt?

      • Ego, inneres Kind, nenne es wie du willst, du wirst wissen was es ist. Aus eigener Erfahrung: Man kann eine Zeit rumzappeln, sich ablenken, wegschauen, ein bissel hinschauen, reden, denken, schlafen, aber irgendwann geht nix mehr und dann schaut man drauf und es ist gar nicht so schlimm.
        Frau Notos kannst du im Prinzip schon einmal danken, das sie dir hilft dich auf diesen Weg zu finden, Hut ab:-). Und umgekehrt wirst du ihr auch helfen sich zu finden, also seit dankbar für diese neue Erfahrungen mit euch selbst.

        • Nach Chopich/Paul ist das Ego eben gerade nicht das innere Kind. Im Gegenteil. Es ist der „natürliche Feind.“ Das Ego ist böse, will im Grunde das „gute“ innere Kind töten. Das innere Kind ist die Liebe schlichthin, unser Kern der Liebe.

  2. Chopich/Paul ? Kenn ich leider nicht. Aber nach NixZen ist das Ego nicht gut oder böse. Es denkt dual, ok, aber es ist wie alles von Gott oder wie immer du ihn, es, sie nennen magst erschaffen.Wie kann es dann nur böse sein? Das „innere Kind“ ist das, welches immer noch ein bei dir auf „Bockig“ macht, wie damals in deiner Kindheit, wenn Mum dich abgewiesen hat. Jetzt bist du erwachsen und könntest dem Kind mals sagen das Erwachsen auch anderes können als Bockig und immer haben wollen.

  3. @NixZen: Das „Innere Kind“ ist feststehender Begriff, ein symbolischer Ausdruck für den Teil unserer Psyche, in dem unsere tieferen Empfindungen, unsere Gefühle, unsere Seele, auch unsere Vergangenheit und Kindheit wohnen. Ignoriert oder verdrängt man es, schneidet man sich damit von der eigenen Lebendigkeit und den Wurzeln des sich wohlfühlen ab. Um als Folge davon im Zweifel energielos, depressiv, zwanghaft, ruhelos oder süchtig zu werden. Der Begriff „Inneres Kind“ wurde vorallem durch Chopin/ Paul bekannt, die Autoren des Buches „Aussöhnung mit dem inneren Kind“. Ein sehr gutes Buch, welches du hier ja auch notos empfohlen hast. Mich wundert daher, dass du es nicht kennst. So schreibt man schnell aneinander vorbei.

  4. Chopich natürlich. Magst du es in meinem Kommentar bitte korregieren. Danke

  5. @morgenrot: Einer meiner Schwächen ist tatsächlich das ich mir keine Namen merke, weder von Filmen, noch Autoren… .
    Das mag an meiner Arbeit liegen, wu wei.

    Schön das du das „innere Kind“ noch einmal erklärt hast.
    Ich bin mir jetzt nicht genau sicher was du mit aneiander vorbeischreiben meinst.
    Ich kann jetzt nicht genau entdecken, wo ich das innere Kind möglichweise in meinen Kommentaren falsch übersetzt habe, nach Chopich.

  6. Chopich und Paul definieren zwei wesentliche Persönlichkeitsaspekte. Den Erwachsenen und das innere Kind. Das Kind kann sich als das ungeliebte und das geliebte Kind darstellen. Sie sagen „alle Probleme in unserer Gesellschaft stammen von der inneren Spaltung zwischen dem ERwachsenen und dem inneren Kind.“ Alle lieblosen Handlungen stammen aus der inneren Abgetrenntheit und der Verlassenheit. das Innere Verlassenwerden führt zu allem Übel auf der Welt. Die Menschen sind nicht in der Lage ausd dem höheren Selbst zu handeln und zu leben. Das höhere Selbst zu bestimmen, darüber streiten sich die Gelehrten. Manche schieben es dem liebevollen Erwachsenen, andere dem Kind zu. Jedenfalls „ist es die Abgetrenntheit zwischen dem Erwachsenen und dem Kind, aus der das Ego entsteht. Das Ego wird auch als das „falsche Selbst“ bezeichnet. Das Ziel des Ego ist es, „uns gegen das Alleinsein zu schützen, anstatt Liebe zu geben, Liebe zu bekommen.“

  7. und was denkst du?

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