Wie meine Zeit verläuft

Am Wochenende feierte meine jüngste Tochter ihren Geburtstag mit einigen Freundinnen. Der 13. Geburtstag ist ein Einstieg ins Teenager-Alter. Dennoch verlief der Nachmittag mit ihren Mädels ungezwungen und leicht. Noch keine richtige Party, keine Jungs, hingegen mit Torte und Grillen. Die Mädels verhielten sich unkompliziert, waren zufrieden mit einem kleinen Pool, Trampolin und Herumtollen im Garten. Sie kreischten und juchsten, die Stillste taute auf und die Feier verlief ungezwungen, reizend und sommerfederleicht. Meinem Herzen tat es gut, die Mädchen in ihrer Wohlgefälligkeit zu beobachten.

Abends war ich bei einem Freund zum Geburtstag eingeladen, der den Tag zum Anlass nahm, einen Herrenfussballabend zu veranstalten. Auch die Zeit tat mir gut, unter Männern, derb-feine Sprüche, Zoten und Krakele. Und Alkohol. Der mir jedoch alles andere als gut tat. Irgendwann verlor ich das Maß. Ich erinnere mich noch an nette Gespräche, aber auch daran, den Faden verloren zu haben.

Am nächsten Tag ging es mir nicht gut. Hangover. Der Tag war verloren. Gut, dass ich schon vorher Urlaub genommen hatte. Ich ärgere mich über zuviel Alkohol, weil mir die Wirkung Angst macht und die Macht ab einem bestimmten Zeitpunkt, unkontrolliert zu sein.

Die letzten beiden Tage ziehe ich mich sehr zurück, emotional und auch physisch. Ich gehe zum Sport, versuche ausschließlich in einem Rythmus zu leben, bin sehr mit mir allein. Im Büro funktioniere ich, bin aber nicht richtig präsent. In mir scheint ein Lebensnerv abgeschaltet, fast resigniert zu haben.

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