Ich falle

Nun ist es seit einiger Zeit „amtlich“: Auch diese Episode hat ein Ende, ohne dass es äußerlich sichtbare Veränderungen gibt. Die Verheissungen waren zu toll, sie lockten, ein neues Leben schien sich abzuzeichnen, auch wenn ich nicht wirklich daran glaubte. Mir war immer klar, ich wollte mich nicht wirklich trennen, ich wollte Abenteuer, Frau B. wollte aber kein Abenteuer.

Nun sackt langsam alles zu Boden. Zurück bleibt ein schales Gefühl, das sich gelegentlich als depressives Gefühl darstellt, weil ich doch sehr hoch gepokert habe. Die Zusatzbeziehung war angstrengend, aber schön. Nun ist das weg.

Am Anfang trat eine Erleichterung ein, da der Druck wegfiel, nun kommt das Durchsacken, das Erkennen, ich falle zurück in Etwas, für das mir noch die Worte fehlen.

Was sich da abzeichnete, konnte ich nicht leben. Ich bin niemand, der eine Vierecksbeziehung führen kann, ich kann meine Frau nicht teilen, ich kann zwar eine Geliebte haben, aber gebe zu, es meiner Frau nicht zuzugestehen, dann hätten wir uns trennen müssen. Das wollten wir nicht.

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2 Antworten zu “Ich falle

  1. Wie kann man nur so drauf sein! Ich werde nie begreifen, wie Männer die Chuzpe haben können, sich selbst die Geliebte zu gönnen (Abenteuer! Spannende Erotik! Emotionale Highs…), aber ihrer Frau dasselbe nicht zuzugestehen. Was man selber genießt, kann man doch der Gefährtin nicht verwehren, wenn man diese als Person wirklich liebt und schätzt – mit welchem Recht? Mit welchen Argument?

    Für mich wäre das indiskutabel. Gleiches Recht für alle! Und in langjährigen Beziehungen erwarte ich auch ein gerüttelt Maß an Weisheit und Verständnis dafür, dass der Mensch gelegentlich mehr/anderes/neues braucht als „das Gewohnte“. Na und? Schließlich weiß man doch, was man aneinander hat, oder nicht? DAS kann doch durch so ein „Abenteuer“ gar nicht gefährdet werden – es sei denn, die Beziehung ist in Wahrheit schon seelisch tot und lebt nur für die Gewohnheit!

  2. Das sehe ich anders. Bzw. ich denke, ich kann nachvollziehen, wieso das für Notos ein Problem war und womöglich für viele andere auch: Wenn man selbst etwas tut, dann weiß man genau, was man macht. Notos wusste z. B., dass er Frau Notos nicht verlassen wollte. Weil er sie, auch wenn ihm bei ihr einiges fehlt, liebt. Er hatte für sich also alles unter Kontrolle.
    Wenn Frau Notos sich nun aber auch einen Geliebten nähme, hätte er da gar nichts unter Kontrolle. Frau Notos könnte sich in denjenigen verlieben, so sehr verlieben, dass sie deswegen Notos womöglich verlassen würde. Und genau das will Notos ja nicht.
    Und Notos hat doch sehr anständig reagiert, indem er selbst seine Affäre aufgegeben hat. Er verbietet seiner Frau ja gar nichts, was er (weiterhin) selbst tut sondern verzichtet nun selbst ebenfalls drauf.

    Ob das nun tatsächlich der richtige Weg ist, wird die Zeit zeigen.

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