Weltuntergang und Armageddon

Das Leben besteht ab einem bestimmten Alter aus Warten und Hinnehmen. Wenig neues bereitet Erstaunen und Lust. Alles schon mal dagewesen. Je häufiger, desto schneller vergeht die Zeit. Die Bereitschaft, dem ein Ende zu bereiten und neue Ufer zu erkunden sinkt.

Wäre da ein erzwungener Neuanfang nicht gerade das Richtige für unentschlossene Menschen, wie mich? Der im Stillen lieber weiterleidet, aus Angst vor Leid. Warum bereite ich meinem Leiden kein Ende? Nicht durch Ablenkungen.

Morgen könnte so ein Tag werden, an dem ich die Notwendigkeit dringlich vor Augen geführt bekomme, aber dennoch nichts tue, weil die Liebe da ist, aber die Leidenschaft nicht mehr.

Ist es Zufall, dass Leid und Leidenschaft den gleichen Wortstamm haben, aber so unterschiedlich bewertet werden? Liebe hat ähnliche Buchstabenkombinationen.

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3 Antworten zu “Weltuntergang und Armageddon

  1. paßt jetzt nur bedingt zu dem Beitrag, aber beim Lesen viel mir ein alter Spruch von meiner Mutter ein:
    Leidenschaft ist eine Sucht, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft.

  2. Ich lese schon länger stumm bei dir mit, aber heute mag ich nicht weiter stumm bleiben.
    Ich kann dir leider keine Antwort auf deine Fragen geben, aber ich möchte dir sagen, dass mir deine Fragen sehr vertraut sind. Wieso bleibe ich in dieser Situation, obwohl es mir augenscheinlich nicht gut geht? Warum ändere ich nichts? Warum bin ich so gelähmt in dieser Sache, das sieht mir doch gar nicht ähnlich?
    Ich weiß es nicht und weiß gerade auch keinen Weg es herauszufinden, alle bisherigen Klärungsversuche haben mich nicht aus der Lähmung herausgeführt. Das macht mich mal traurig, mal wütend und auch oft müde und kraftlos.
    Aber vielleicht ist das gerade einfach ein Weg den ich gehen muss? Vielleicht ist es einfach noch nicht die richtige Zeit eine so weitreichende Entscheidung zu treffen, vielleicht ist meine Aufgabe eben einfach erstmal mir und meinen Wünschen näher zu kommen, um eine wirkliche Grundlage für eine Entscheidung, eine Veränderung zu haben?

    Grüße Tanja

  3. Ich wünsch dir die Kraft, einen Strích unter Gewesenes zu machen und zu neuen Ufern aufzubrechen! Es gibt eine ganze Menge Menschen, die das auch „ab einem gewissen Alter“ noch sehr gut hinbekömmen! Dauernd nur abwarten um nicht zu leiden – ist das wirklich eine Perspektive?
    Der Rest des Lebens ist endlich und kostbar – auch DAS merkt man doch „ab einem gewissen Altern“…

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