Back from the USA

„Töchterchen“ ist heil angekommen. Trotz Schneechaos, mit einiger Verspätung und sichtlich geschafft ist meine Tochter gestern heil gelandet und wir sind trotz der Schneemassen gut über die Autobahn zu Hause angelangt.

Als sie dann plötzlich am Terminal stand und ich sie in den Arm nahm, gelangte mir ihre Rückkehr noch nicht wirklich ins Bewusstsein. War sie überhaupt jemals wirklich weg gewesen, war sie wirklich wieder da?

Ein halbes Jahr verrinnt wie im Fluge, erscheint im Rückblick kaum merklich zu sein. Diese zeitliche Komponente erschreckt mich.

Wirklich „weg“ war sie nicht. Wir standen permanent in Kontakt. Technische Möglichkeiten, wie iPhone mit FaceTime und WhatsApp oder Skype gibt es dafür zuhauf. Dennoch fehlt das Angesicht, das ist unersetzbar. Neuigkeiten oder Informationen können ausgetauscht werden, nur das menschliche, gefühlsmäßige Feedback fehlt.

Mir als Vater fiel es sicherlich weniger schwer, sie loszulassen, ich wusste ja, dass sie gut aufgehoben ist. Nun muss ich mich doch wieder ein Stück daran gewöhnen, eine Verantwortung zu haben. Sie muss nun ihren Weg hier gehen, den ich begleiten muss, im Hintergrund zwar, aber doch wachsam, wiederrum nicht zu eng. Als sie in den USA war, konnte ich diese Verantwortung in den Hintergrund schieben. Deshalb sehe ich ihre Rückkehr zwiegespalten.

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