Gefangen im Albtraum

Heute Nacht hatte ich einen Traum. Nicht irgend so einen Traum. Keinen Traum, an den ich mich nur so lasch und lückenhaft erinnere, sondern einen Traum, der jetzt um 14 Uhr immer noch nachwirkt. Web

Es war ein Albtraum, von dem ich um kurz nach Fünf aufwachte. Voller Panik, Herzklopfen, Angst und Entrüstung. Um wieder runter zu kommen, stand ich auf und aktivierte dann mein Hörbuch auf dem iPhone, zur Beruhigung. Einschlafen wäre sonst wohl nicht gegangen.

Der Traum handelte von zu Hause. Frau Notos und ich waren dort. Eigentlich war ich fortwährend zu Hause, darum ging es. Frau Notos wollte wegfahren, zum Sport, hierhin und dorthin. Den gesamten Tag über, die gesamte Woche über, monatelang fuhr sie von dannen, ohne mich mitzunehmen und ohne, dass ich die Möglichkeit hatte, zu fahren.

Ich war eingesperrt, unbeweglich, festgenagelt. Meine Panik wuchs zusehends. Alles Betteln nützte nichts, sie ließ es nicht zu, ich ließ es zu, dieses Eingesperrtsein, den Autoentzug.

Schlimm war, wie ausgeliefert ich mich fühlte, hilflos, nicht in der Lage, mich zu befreien, etwas zu tun, rauszukommen. Mir schnürte der Zustand die Kehle zu, brachte mein Herz zum Rasen. Ich hatte panische Angst, vor Frau Notos, vor mir. Am schlimmsten war, ich bin nicht auf die Idee gekommen, die Ketten zu sprengen. Frau Notos‘ Verhalten war unumstößlich. Kein Aufbegehren, keine Wut, kein „Her mit dem Schlüssel“, kein „kauf dir selbst ein Auto“ , nichts, für mich zu sorgen. Der Traum zeigte mir, wie ich ergebenes Opfer war, ohne eigenen Willen. Ich war der Situation ausgeliefert, fühlte mich wie in einem Spinnennetz festkleben, mein Herz raste.

Dieser Traum steht sinnbildlich für meinen Verdacht gegen mich, nicht für mich sorgen zu können, stattdessen auszuhalten, nicht zu kämpfen. Lieber alles ertragen, als aufzubegehren, zu kämpfen.

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3 Antworten zu “Gefangen im Albtraum

  1. Ich wünsche Dir bessere Träume. Das Gute an Albträumen ist, dass man auch viel verarbeitet, was man sonst im täglichen Leben nicht schafft. Alles Gute.

  2. Jeder hat mal Angst, ausgeliefert zu sein, meist ist die Angst vor einem selbst dabei größer, als die Angst vor den anderen. Denn man selbst kann sich in so kurzer Zeit vieles zerstören, aber auch rasend schnell wieder aufbauen und neues entdecken. Angst vor sich selbst muss nicht immer negativ sein, manchmal kann man im unbewussten Handeln durchaus positive Dinge erreichen, gerade weil man im bewussten Handeln zu viel über die Reaktion der anderen oder die Folgen der Handlung nachdenken würde, so aber nutzt man unbewusst Chancen, die man sonst nie wahr genommen hätte und im nachhinein macht einem die Vorstellung diese Chance wahr genommen zu haben Angst, da diese Handlung nach bisherigen Erfahrungen gar nicht zu einem passen würde.

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