Nicht fühlen


Manchmal erlebe ich Situationen, die wunderschön sind, die von außen betrachtet  beneidenswert schön sind, die geeignet sind, sie sich in einem Film vorzustellen, den man sich als Zuschauer schmachtend ansieht.

Ich als Beteiligter jedoch finde mich fast aimagesutistisch wieder, ich scheine in dem Moment nicht zu fühlen, oder zumindest in dem Moment nicht das Schöne und Leichte und Beneidenswerte, das Lebenswerte oder das Liebenswerte im Herzen zu merken. Zumindest scheine ich in dem Moment mit der Situation so viel zu tun zu haben, dass ich vor Anstrengung des Erlebens wie gefühlstaub bin.

Beim Spazieren gehen am Wasser wars auch so. Erst hinterher, einen, zwei Tage später setzt das Nachfühlen ein, der Rückblick, das Einsetzen der Erinnerung und auch das Hinzukommen von bestimmten Empfindungen.

Ich denke, dieses müsste doch zeitlich, „instandly“ geschehen, vor Glück berauscht, oder vor Ärger zerfurcht, in diesem Fall aber vor Wohlbehagen zufrieden. Warum dauert das Eintreffen der Gefühle so lange? Im Geschehensmoment arbeitet der Kopf so stark, anderes hat wenig Platz. Ich rätsele, bin froh, dafür Worte gefunden zu haben.

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3 Antworten zu “Nicht fühlen

  1. Man muss sich zwingen inne zu halten und die Schönheit des Augenblicks zu genießen. Manchmal kann ich es und manchmal nicht. Häufig reicht es einfach einmal stehen zu bleiben.

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