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Ungeschützte Anonymität

Fast zwei Jahre lang diente mir der alte Blog zur Seelenhygiene, mehr noch, auch zur Freude, zur Selbstentdeckung und zur Entdeckung von Offenheit und Vertrauen auch gegenüber fremden, mir gänzlich unbekannten Menschen, die mir jedoch sehr ans Herz wuchsen.

Als ich feststellte, wie mein altes Thema nicht mehr in den Blog passte, er mir zu eng wurde und ich ihn nicht durch sachfremdes sinnentfremden wollte, wechselte ich hierher. Ich begann, sicheren Tritt zu fassen, Themen aufzugreifen, die ich ins Tagebuch schreiben kann, die jeder wohl ins Tagebuch schreiben würde, um sie der Öffentlichkeit nicht zugänglich zu machen.

Gerade in einen guten Tritt kommend, kam ich durch ein fremdes Bein ins Stolpern, das meinen Schreibfluss unterbrach, zudem gänzlich ohne Zutrauen, hierher das Geheime hinzuvertrauen.

Wohin mit alldem, das mich so sehr beschäftigte? Ins Tagebuch, und auch zu dem Menschen, den es insbesondere angeht, der einzige sichere und sinnhafte Adressat. Zudem gewann ich Zufall Zutrauen, der mir zutraute, mich in seine Tiefen einzulassen, um Halt zu finden, möglicherweise sogar einen Rat zu bekommen, mit seiner erschreckten Seele umzugehen.

Natürlich, ich beschreibe die natürlichste Weise, mit Gedanken umzugehen, mit anderen Menschen zu reden, die es angeht. Dennoch verzichte ich nicht auf den Blog, der mir einstmals so viel Halt gab und mich auch zu vielen anderen Menschen führte, die mir lieb geworden sind.

Nur das konkrete Schreiben will sich noch nicht wieder einstellen.

Aus Herbst wird Sommer

Aus dem dunkleren Herbst wird ein warmer Südwind. Notos ist in der griechischen Mythologie dieser warme Wind, der aber auch zu einem ungemütlichen Herbststurm anwachsen kann. Schönes und passendes Bild…