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Keine Heimlichkeiten mehr

Ich will keine Heimlichkeiten und Lügereien mehr. Diese Art des Lebens wurde mir möglicherweise eine Zeit lang gerecht, vielleicht brauchte ich den geschützten Rahmen, um mir über mich klar zu werden. Nun aber bringt mich der Zustand der Versteckerei von Gefühlen und Gedanken nicht weiter.

Vor wenigen Wochen redete ich mit Frau Notos über Wünsche, Sehnsüchte und das weitere Leben in einer sehr offenen Weise. Dabei formulierte ich Wünsche, die in mir ungelebt sind, die ich leben möchte. Das Kunststück dabei ist, ich will nicht ausziehen. Wie das wirklich funktionieren soll, weiss ich nicht wirklich, muss ich deshalb wohl auch nicht klären im Moment.

Inwieweit dieses Leben der Wünsche einer Trennung gleichkommt, sei dahingestellt. Aus juristischer Sicht betrachtet schon, aus moralischer Hinsicht auch, aber nicht aus meiner Herzenssicht.

Wir sind dabei, die Form der Beziehung neu zu gestalten. Mutig, offen und andersartig. Bisher traten die Bedrohungsszenarien nicht ein, die ich mir ausmalte. Im Gegenteil, das Miteinander veränderte sich schlagartig hin zu mehr Lebendigkeit. Komisch nur, dass das nur über diesen Weg geht. Komisch nur, dass dazu eine gewisse Außergewöhnlichkeit Pate sein muss. Die bisherige Form der Beziehung scheint demnach gescheitert. Zumindest vorerst.

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Wegbrechen der Sicherheiten

„Was stützt dich von innen, wenn die äußeren ‚Sicherheiten’ wegbrechen?

Wer bist du und was bleibt dir, wenn du im Außen etwas verlierst, z.B. deinen Partner, deinen Arbeitsplatz, dein Haus, dein Geld, deine Gesundheit? Und wie reagierst du hierauf? Wir klammern uns an das Äußere und haben vergessen, dass wir von Natur Wesen des Geistes sind, ein spirituelle (=geistiges) Wesen hier in diesem Körper. Wenn du aus diesem Körper gehst, kannst du nichts mitnehmen außer dem, was du erfahren und geliebt hast, dein Bewusstsein. Öffne dich dem Gedanken, dass das, was du wirklich bist, unsterblich ist. Dann verlierst du die Angst vor dem Sterben. Sorge vor allem für das ‚Königreich im Inneren’, für dein SELBST-Bewusstsein, dass deine wahre Natur Licht und Liebe ist, durch und durch göttlich, unversehrt, heilig und ewig lebend. Dann hast du eine Sicherheit, die durch die Stürme des Lebensträgt, ein starkes Fundament.“

Robert Betz, auf: http://www.facebook.com/betz.robert/posts/237226753025705

Mein Lieblingshörbuch-Autor, oft gehört, dennoch nicht in allen Belangen verinnerlicht.

Schmerzhafte Offenbarung

Gestern Abend redete mich Frau Notos um Kopf und Kragen.

Wir sprachen über unser Thema, meine Affäre, ihre Wünsche und Träume, was gewesen wäre, wenn und so weiter. Eigentlich begann es mit meiner Feststellung, alles wäre nicht so gekommen, hätte sie nicht an meinem Handy herumgespielt. Sie konterte, wie ich mir das vorstelle, sie würde dann weiter als das Dummchen herumlaufen. Nein. Nun wolle auch sie leben und ausleben.

Dabei interessierte mich die Frage, ob sie denn nun mit ihrem „Freund“ geschlafen habe oder nicht. Sie druckste rum, hin und her, vor und zurück, bis sie schlussendlich zugab, ja, habe ich, zweimal sogar, an einem Abend.

Daran hatte ich ordentlich zu kauen. Mich durchliefen Schauerwellen voller Wut und Trauer, es brannte innen im Bauch, in der Brust. Sie beteuerte mir, alles sei nur ein Spaß gewesen, ohne Liebe. Bei meiner Frau bezweifelte ich das, mir kam das vorgeschoben vor, ein spaßhafter Seitensprung mag in ihren Augen vertretbar sein, aber keiner mit Gefühlen.

Auf die Aussage, sie wolle ihn gern wiedersehen, kam dann doch endlich ein entschiedenes Nein. „Wenn du das tust, dann gehe ich. Den Zustand will ich nicht aushalten. Ich ertrage es nicht.“

Den gesamten Abend und die Nacht schwoll und schwappte die Vorstellung durch meinen Kopf, was da zwischen den beiden gewesen sein könnte. Ich versuchte, es mir bildlich vorzustellen, mir gelang es nur nicht so recht. Ist das ein Trauma?

Frau Notos fand alles sehr spaßig und meinte, ich solle mich nicht so anstellen, schließlich sei ich ihr Mann, sie wolle mit mir leben und sie brauche in ihrem Alter ein bisschen Spaß, zumal ich es mir ebenfalls herausgenommen habe. Unser Sex könne davon nur profitieren.

Irgendwie verlief das alles sehr merkwürdig, ich weiss bis jetzt nicht, ob ich ihr glauben soll oder nicht. Eine erneute Frage, einfach mit „Ja“ oder „Nein“ zu antworten, kam eine Antwort, die besagte, wann es denn hätte sein sollen. Streitet sie es wieder ab? Aufgrund meiner Reaktion?

Meinen Zustand vermag ich nicht wirklich zu beschreiben, am ehesten passt traumatisiert und geschockt, wobei ich schon eine gewisse Vorahnung hatte. Die gesamte Unterhaltung oder die gesamte Auseinandersetzung verlief im Grunde sehr emotional, wir schrien uns nicht an, aber es die Stimmung war sehr angespannt, wir belauerten uns förmlich, ich beobachtete sie sehr genau, weil ich meine Frau selten so geöffnet erlebte. Entweder beflügelt durch eine Fantasie oder aufgeputscht durch das Beichten eines Geheimnisses.

Für mich ist es ein Unterschied, im Geheimen mit einer anderen Frau zu schlafen, als im umgekehrten Fall mit Ansage und quasi mit einer Legitimation durch mein Verhalten das Gleiche zu tun, aufgrund einer Schuld ein Zugeständnis abgerungen zu bekommen, wie Auge um Auge, Zahn um Zahn. Im Grunde fügt es immensen Schmerz zu, es verletzt und rührt Dinge auf, von denen ich heute noch nicht weiss, wohin sie führen.

Wie sollten wir uns trennen? Haus und Hof ist aus bestimmten Gründen fast unverkäuflich, zumal wir dort gerade Sanierungen durchführen wollen. Sollte ich mich oder sie sich trennen, sind wir doch beide wirtschaftlich ruiniert.

Als Alternative wäre tatsächlich eine offene Beziehung denkbar. Sie fährt zu ihrem Freund, ich zu Frau B. Das Modell, was ich anfangs als lebbar darstellte, was sich mir aber völlig überraschend doch als riesengroße, emotionale Hürde auftürmte.

Tatsächlich beruhigte mich ihre Beichte, weil ich mich in meiner Befürchtung bestätigt fühlte (oder war es eine selbsterfüllende Prophezeiung?). Schon vor Jahren bohrte in mir die Annahme, sie könne im Grunde etwas ganz anderes wollen, als sie hat. Ich mache mich ihr gegenüber klein. Zwischendurch spielte mir mein Selbstvertrauen oder besser mein mangelndes Selbstvertrauen diesen Streich.

Habe ich das Recht, mich zu beklagen? Ich betrüge meine Frau, weil ich denke, es ist eh aus bzw. nach so vielen Jahren bleiben Dinge auf der Strecke, die ich woanders nur leben kann und nun präsentiert mir meine Frau die Quittung und ich bin schockiert. Erschrocken bin ich zudem über meine scheinbar sehr restriktiv und vorsichtig ageierenden Schutzmechanismen. Selbst wenn alles von ihr nur inszeniert war, ich hätte doch sofort aufstehen müssen und gehen. Was tat ich? Ich blieb sitzen und redete weiter.

„Du wolltest doch immer eine lebendigere Beziehung. Jetzt hast du sie.“

Na klar bin ich eifersüchtig, rachgierig, will mich schützen. Mir kommt in den Sinn zu sagen, dann treffe ich Frau B. wieder. Sie zurück: „mach doch, habe ich dir ja nicht verboten.“ Ich äußere halbherzige Bedenken. Unverhofft kommen von ihr doch Bedenken, Frau B. zu sehen. Ich widerspreche und behaupte, sie stimme nur zu, weil sie selbst daraus eine Legitimation zieht, ihren Freund wiederzusehen. In der Nacht dann das Dementi. Keine Ahnung, was richtig ist, alles ist durcheinander. Heillos.

Sie will dies, ich erwarte das, keiner scheint dem anderen das zu geben, was er braucht, wenn das überhaupt richtig ausgedrückt ist. Nichts läuft leicht, alles verquer. Wären wir nicht über alle Maßen ver-heiratet, dann zögen wir doch einen Schlussstrich. Warum ist das alles so verdammt schwer? Oder wir bleiben verheiratet, jeder lässt den anderen ziehen und tun und machen, was er will? Warum ist alles so verdammt schwer? Diese Besitzansprüche, diese Angst, diese belastenden Bewertungen.

Eigentlich will ich keine Schwere, sondern Leichtigkeit, nur nehmen kann ich sie mir nicht, weil ich befürchte, sie steht mir nicht zu. Nun zwingt mich das Schicksal, zu lernen. Ginge ich zu Frau B. und wüsste, Frau Notos führe zu einem anderen, was ginge bei mir ab? Ich weiss ganz sicher, ich würde nicht zu Hause leiden und auf die Rückkehr von Frau Notos  warten. Die Schwere allein zu Haus hielte ich nicht aus. Nur, ob Frau B. das Spiel mitspielt, bliebe noch abzuwarten.

Gewiss bin ich mir nur, all das ganze Theater wird mich Frau Notos nicht näher bringen. Oder doch? Immerhin sprachen wir nie so offen über unsere Wünsche und Hoffnungen, wie in der letzten Zeit. Nur leider verlaufen die Auseinandersetzungen nicht harmonisch. Aber müssen sie harmonisch verlaufen? Was ist, wenn tatsächlich ein anderer Mann mit meiner Frau geschlafen hat, von dem sie sagt, ich solle ihn mal kennenlernen, dann wüsste ich, dass er sie mir nicht wegnehmen wolle.

Alles in allem Gründe genug, damit es mir richtig Scheisse gehen müsste. Tut es aber nicht. Warum? Ich sehe das Glas immer noch eher halbvoll, als halbleer. Optimistischer und lebendiger war es selten, wenn auch oft sehr schmerzhaft.

Freiraum einnehmen

Meinen Freiraum einnehmen, annehmen, mein großes Thema. Mein großes Thema der letzten Jahre.

Mein Lernziel war und ist, Freiraum zu erlangen. Beschränkungen und Selbstbeschränkungen aufzuheben. Die Unfreiheit kam nie von außen, sondern immer von innen. Meine Beschränkungen erlegte ich mir selbst auf. Was so selbstverständlich klingt, wurde mir erst sehr spät bewusst.

Zeit meines Lebens klammerte ich mich an andere Menschen, bin nie ohne Rücksicht auf Verluste vorgegangen. Wahrscheinlich liegt darin der Grund, warum ich mich so schwer damit tue, Veränderungen zu bewirken. Weil ich nicht nur für mich schaue, sondern auch auf andere.

Irgendwie ist es fast schon zur fixen Idee geworden, diese Begrenzungen aufzusprengen.

Kommt es vor, dass ich mich vereinnahmt fühle, ziehe ich mich zurück, mache mich auf, nicht in eine weitere Verpflichtung zu gelangen.

In bestimmten Bereichen klappt das nach wie vor nicht. Kompromisse gehören zum Leben, nur darf es gelegentlich konsequenter sein, denke ich für mich. Sicherlich erliege ich einem Irrtum, das gesamte Leben mal eben so über den Haufen zu werfen, und alle scheinbaren Betonringe zu knacken.

Nur wirklich frei fühle ich mich nicht. Die Beschränkung liegt in mir, gewisse Rahmenbedingungen zu verlieren, Halt zu verlieren, in ein Loch zu stürzen. Diesen Zustand finde ich bei meiner Frau. Eine Situation, die schlecht zu verkaufen, einerseits eine Geliebte, andererseits Angst, die Frau zu verlieren. Sie bedeutet mir sehr viel. Ich bin unheimlich gern mit ihr zusammen. Allerdings stoße ich mit ihr an Grenzen, die unüberwindlich scheinen.

Dachte ich bislang, das sei so oder es läge an mir, weiss ich, dem ist nicht so. Sie ist wie sie ist. Wo bleibt meine Verantwortung, dann zu sagen, ich gehe, als dem Irrtum anzuhängen, es würde sich schon zu bestimmter Zeit alles rütteln und ein Happy End geben.

Wir sind uns einig, uns nicht trennen zu wollen. Jüngst ist es mir möglich, sehr klar zu äußern, mir würden Dinge fehlen, das Fehlen macht mich unglücklich, also hole ich es mir woanders, vielleicht durch eine offene Beziehung.

Nur da fangen für mich die Selbstbeschränkungen wieder an. Ihr muss ich es gleichermaßen zubilligen. Das ist der Grad der Unabhängigkeit, der mir fehlt, da der Schritt immer mit einer eifersüchtigen Sorge verbunden ist. Wie überwinde ich dies, um weniger anfällig für die Selbstbeschränkung zu sein, dabei auf der anderen Seite nicht zu selbstsüchtig zu werden?

Abhängigkeit und Freiheit

Castorp schreibt in seinem neuesten Beitrag über Besitzanpruch, Abhängigkeiten und Verlustangst in einer Beziehung. Toller Artikel, er berührt meine Thematik. Was heisst berührt, er trifft den Kern.

Nun bin ich es, der in meiner Beziehung etwas losgetreten hat, was Verlustangst heraufbeschwört. Frau Notos geht scheinbar selbstbewusst damit um, dreht nicht durch, scheint gefeit gegen Verlustangst, sondern sieht die Situation als Chance. Alles super, könnte man meinen, weit gefehlt. Wer kommt damit nicht zurecht? Ich. Derjenige, der so großspurig von offener Beziehung redete. Nun bin ich nicht in der Lage, die scheinbaren Freiheiten auszuleben.

Mir fehlt innerlich die Eigenständigkeit, mir das zu nehmen, was ich möchte. Mir gehlt die Freiheit, mir fehlt die Sicherheit dafür. Diese Erkenntnis ist so simpel, aber gleichzeitig so hammerhart. Ich erkenne Grenzen, die ich nicht wahrhaben will. Diese Grenzen liegen in mir, nicht in einer Person im Außen. Dadurch wird einiges leichter, ich kann bei mir schauen, ob und wieviel Freiheit ich ertrage. Freiheit, nach der es mich dürstet, die ich nicht leben kann. Was für ein Widerspruch.

Die gesamten letzten Monate und Jahre laufe ich mit der Erkenntnis herum, in unserer Beziehung gibt es eine Schieflage. Ich bin der Bedürftigere, sie die Stärkere. Daran war nichts zu rütteln. Ich wollte einen emotionalen Ausgleich, eine Beziehung des Gleichklangs, in der nicht ich mich anstrengen muss, sondern in der ich ich sein kann, in der ich annehmen kann, nicht ständig fordern muss. Ich wollte auch eine erotische Beziehung, Sex auf Augenhöhe, auch hier suchte ich einen Gleichklang, eine Erfahrung, wie es anders sein könnte. All das zusammen passte wunderbar.

Nun dies. Wie soll ich das leben? Muss ich mich entscheiden? Für eine Frau? Oder geht doch irgendwie beides? Diese Worte klingen so absurd, kaum aufschreiben kann ich sie. Dabei wurden all diese Gedanken bereits mehrfach durchgespielt. Scheinbar dauert der Durchsatz.

Verändert Lesen?

In den letzten Jahren las ich unzählige Bücher über Persönlichkeitsentwicklung und Psychologie. Verschiedenste Themen und Bereiche interessierten mich.

Das gerade in Arbeit befindliche Buch war jeweils eine Entdeckung, ein Goldschatz, ein Quell voller erquickender Erkenntnisse und Informationen.

Meine Motivation, all das zu durcharbeiten, war, mich besser zu verstehen, mich zu entdecken und zu verändern. Das Leben hält diverse Anforderungen bereit, auf die ich mit meinen Haus- und Bordmitteln nicht vorbereitet war.

Im Gegenteil, mein Gepäckabteil ist beladen mit diversen Irrläufern und schweren Gepäckstücken, die ich mir irgendwann einmal aufgeladen habe und die mir vermutlich der Konstrukteur aufgehalst hat, ohne dass ich es jemals wirklich überblickte, was das so schlummert. Gepäck macht sicher, aber auch schwer und unbeweglich. In Krisenzeiten fand ich das eine oder andere Handwerkszeug in einer Kiste, das mir jedoch nicht wirklich weiterhalf. So erging es mir mit vielen Kisten, die verstaubt im Laderaum herumstanden.

Vor lauter Stehmichrums verläuft mein Kurs scheinbar geradeaus, auch wenn mal scharfe Kehrtwendungen nötig wären. Geht aber nicht, die Kiste ist zu unbeweglich geworden. Helfen und halfen mir nun all diese Bücher, meinen Frachtraum zu überblicken und zu entrümpeln, umzudisponieren?

Manchmal denke ich, ja, manchmal nein. Ganz sicher, nochmal ganz viel Zeit ist nötig. Hätte ich die Energie nicht in etwas anderes hineinstecken sollen? Wie wird man schneller erwachsen?

Im Grunde glaube ich, bin ich  meiner inneren Stimme gefolgt und versuchte schon den richtigen Weg. Bei der Bewertung des Ergebnis muss ich aufpassen, sehr bei mir zu bleiben. Andere Menschen verdienen Millionen oder erringen tolle Ämter und Titel (z. B. Wulff), ohne offenbar erleuchtet zu sein. Wie schaffen sie es, in ihrer Verblendung solche Dinge zu leisten?

Und ich zweifele ständig an mir rum. Trotz der Bücher und Erkenntnisse. Irgendwo da unten muss noch eine Kiste mit Trauma rumstehen. Wo war sie nur? Gesehen habe ich sie schon.

Das Leben holt mich ein oder ich hole mein Leben ein

So lange Jahre des Zweifelns, des Suchens, des Orientierens, des Neuerfindens liegen hinter mir. Fast eine Dekade arbeitete ich mit und an mir. Oft bezweifelte ich, überhaupt eine Chance zu haben, voran zu kommen. Immer unterstellte ich, die wahre Veränderung läge darin, dass Außen zu verändern. Wohlmeinend-vorsichtige Worte von außen, Veränderung käme von innen, konnte ich nicht aufnehmen.

Heute, gerade wirklich auch heute denke ich, sehr weit gekommen zu sein, auch ohne eine im Außen sich manifestierende, operationalisierbare Veränderung. Leider kann ich den Menschen, der mir am nächsten stehen sollte, nicht fragen, weil ich keine Antwort bekomme, schon immer nicht, weil dort eine große Angst herrscht. Deshalb suche ich in mir, spüre in Gesprächen mit anderen auf, was ich wissen will, frage nach, wenn ich nicht weiterkomme.

In den Jahren sind folgende Themen bei mir aufgetaucht: Bindungsängste, Nähe – Distanz, Narzissmus, inneres Kind, Liebe, Selbstwertgefühl, Selbstbewusstsein, Leidenschaft, Sicherheit, Sehnsucht, traurig sehnsuchtsvolle Suche, Sinnsuche, Zielsuche, Muster, Wahrnehmung trauen, Denkfehler, Gefühle.

Unbeantwortet geblieben ist meine Frage, ob ich in der Lage sein würde, eine Veränderung auch im Außen zu schaffen. Oder verhafte ich hier noch einem Denkfehler?