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„Mann sein auf halber Strecke“

Am Montag strahlte arte die Sendung „Mann sein auf halber Strecke“ aus. In dieser Dokumentation geht es um sechs Männer zwischen 40 und 55 Jahren. Ihnen gemein ist die Suche nach sich, nach einem neuen Leben und ihren Krisen. Genauer gesagt, der Midlife Crisis.

Sie berichten über ihre Gefühle und wie es dazu kam, dass sie ihr altes Leben nicht mehr leben konnten. Die Worte und Gefühle berührten mich sehr. All das, was ich da hörte, kenne ich, hätte es nicht besser ausdrücken können.

Gerade Gérard, 55 Jahre alt, beschreibt sich und seine Entwicklung, ohne auf Einzelheiten einzugehen. Seine Identitätskrise und die Gefühle mit den Rahmenbedingungen ist Bestandteil seiner Erzählung. Sehr angesprochen hat mich die Aussage, im Laufe der Zeit habe sich ein Druck aufgebaut, ein Weltschmerz, den andere nicht nachvollziehen konnten und der eine Fremdheit gegenüber sich selbst erzeugt. Je größer der Druck wird, umso stärker steuere ich dagegen. Bis plötzlich alles aus mir herausbricht.

Die Sendung kann noch ein paar Tage in der Mediathek angesehen werden. Wo? Bei arte. Dort gibt es einen Bereich „arte+7“, der ausgestrahlte Sendungen eine gewisse Zeit vorhält. Ich glaube, es sind sieben Tage. Es lohnt sich. Wer sich ein wenig damit auskennt, kann die Streams als Folge auf den PC herunterladen.

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Nicht abgetaucht

Nein, liebe mayarosa, ich bin nicht abgetaucht, nicht im Urlaub. Lust zum Bloggen habe ich auch noch, nur hier schreibe ich gerade nicht, was mich beschäftigt. Leider geht das nicht mehr. Dazu benutzte ich derzeit mein Tagebuch.

Während ich im Fitnessstudio auf dem Rudergerät meine Bahnen paddele oder im Wald jogge, höre ich ein Hörbuch von Katie Byron, The Work. Hörbücher sind fantastisch bequem, aber auch beim Hören dieses Mediums muss ich mich konzentrieren. Für mich sind sie für Wissensthemen gut geeignet, weil sie sich gut einprägen und für mich sehr eingänglich sind.

Mit „The Work“ gelingt es mir, Denkmuster zu hinterfragen und gelegentlich auch umzudrehen, um sie zu meinem Vorteil in der Wertung zu verändern. Auch wenn ich irgendwie nicht so recht glauben, alles lässt sich durch eine 180 Grad Drehung als Problem lösen, so gelingt es mir doch, auf bestimmte Dinge eine andere Sicht zu bekommen und dadurch einen inneren Druck loszuwerden.

„Wenn ich mich frage, ob ich meinem Leben einen Sinn geben soll, muss ich berücksichtigen, dass es gerade der Sinn sein könnte, das Leben so zu leben, wie ich es gerade lebe.“ (frei nach Katie Byron)